Die Geistige Ebene


Ich beschreibe hier die Geistige Ebene mit meinen eigenen Worten. Natürlich kann ich dabei nur das beschreiben, was ich selber wahrnehme. Informationen, die aus dieser Ebene hereinfließen stellen kein verstandesmäßiges Wissen dar, wie wir es bezüglich messbarer Fakten haben. Die Hinwendung zur Geistigen Ebene ist eher ein Eintauchen und Verschmelzen "mit Allem was ist" - also ein Wahrnehmen auf einer tieferen oder höheren, auf alle Fälle umfassenderen, Ebene. Es geschieht nicht aus der Perspektive der Persönlichkeit und des Egos heraus, sondern losgelöst von der eigenen Geschichte. Wenn ich mich verbinde mit "Allem was ist" oder "der Geistigen Ebene" lasse ich die üblichen Verstrickungen, denen wir im Alltag in der Regel unterliegen hinter mir. Es gibt keine Erwartungen, kein persönliches Wollen und keine persönlichen Vorlieben und Abneigungen. Die Grundhaltung ist eine offene, empfängliche und neutral. Das Ziel dieser Verbindung (ich sage dazu "ich verbinde mich") und die Ausrichtung - die es bei aller Offenheit doch gibt - könnte man benennen mit: Möge das Beste zum Wohle aller geschehen. Und: Möge sich alles in Harmonie und Ordnung entwickeln.

 

Auch wenn es paradox klingen mag - genau aus dieser selbstlosen Absichtslosigkeit heraus ist es möglich in der Verbindung mit der geistigen Ebene  konkrete und detaillierte Informationen zu erhalten. Meine Erfahrung ist, dass es im Grunde genommen nur eine Frage der Ernsthaftigkeit ist, mit der eine Frage gestellt wird. Die Konzentration auf eine Frage - zum Beispiel bezüglich eines Raumes oder Ortes - gelingt mir persönlich am Besten in einem geschützten Rahmen und in tiefer Entspannung.

 

Wer oder was antwortet dann? Wir Menschen haben zu allen Zeiten und in allen Kulturen Bilder und Symbole gefunden für Gott und das was größer ist als unsere menschlichen Persönlichkeiten. Götter, Archetypen und Engelshierarchien bilden das ab, was Menschen seit Menschengedenken in tiefer Versenkung wahrgenommen haben. In unseren modernen Zeiten würden wir ES vielleicht passend zu unserem menschlichen Entwicklungsstand als riesige Datenbank oder Informationspool abbilden. Für mich persönlich gibt es keine kulturell gefärbte "Anbindung nach oben". Sie ist einfach. Sie bietet eine Führung aus übergeordneter Perspektive anstelle der begrenzten Schau der Persönlichkeit. Sich darauf einzulassen erfordert Mut und Entschlossenheit einerseits und ermöglicht andererseits immer tiefer gehendes Vertrauen "in Gott und die Welt".